Brahms-Gesellschaft Schleswig-Holstein
   
 

 

 
Brahms-Preisverleihung 2008

Simone Young   Simone Young
Die Philharmoniker präsentieren anlässlich der Preisverleihung unter anderem Brahms` Akademische Festouvertüre op.80. - Simone Young nimmt gemeinsam mit dem Orchestervorstand Dylan Nayler aus den Händen des Vorsitzenden der Brahms-Gesellschaft, Professor Eckart Besch, den Brahms-Preis 2008 entgegen.

Ein Traditionsorchester im besten Sinne
Philharmoniker Hamburg und Dirigentin Simone Young mit dem Brahms-Preis ausgezeichnet
 
Von Michael Behrendt, Dithmarscher Landeszeitung
 
Brunsbüttel – Die Philharmoniker Hamburg und Dirigentin Simone Young sind die 18. Preisträger des renommierten Brahms-Preises der in Heide ansässigen Brahms-Gesellschaft Schleswig-Holstein. „Eine hervorragende und in jeder Beziehung passende Entscheidung“, wie Ministerpräsident Peter Harry Carstensen am Abend in seiner Laudatio anlässlich der Preisverleihung im Elbeforum befand.
 
Die Philharmoniker Hamburg seien „ein Traditionsorchester im besten Sinne, das sein Selbstverständnis aus seinem historischen musikalischen Umfeld schöpft“, bemerkte Carstensen, der auf die enge Verbindung des Orchesters mit dem Namen Brahms verwies – wenngleich diesem vor rund 150 Jahren die Stelle, die jetzt Simone Young innehat, verwehrt worden war. Schon 1859 hatten die Philharmoniker das erste Klavierkonzert des jungen Hamburgers auf den Programmzettel genommen. Heute seien die Philharmoniker ohne Brahms nicht zu denken – eine Tatsache, die auch Simone Young zu ihrem Amtsantritt vor drei Jahren deutlich gemacht habe, indem sie mit den „Ostertönen“ ein Festival für Brahms ins Leben rief.
 
Mit Simone Young und ihren Philharmonikern zeichnet die Brahms-Gesellschaft abermals ein Orchester und seine Dirigentin aus, nachdem der allererste Brahms-Preis vor genau zwei Jahrzehnten an Leonard Bernstein und die Wiener Philharmoniker ging und 1994 die Philharmonie der Nationen unter Justus Frantz Preisträger waren (siehe auch rechts). Der mit 10 000 Euro dotierte Preis – ermöglicht durch die großzügige Schenkung von Konsul Karl Uwe Böttcher – soll eine Würdigung von Persönlichkeiten sein, die sich um die Pflege Brahms’scher Musik und seines künstlerischen Erbes verdient gemacht haben.
 
In diese prominente Riege reihe sich auch Simone Young ein, die „kompetent signifikante eigene Akzente in der Pflege des Brahms’schen Erbes“ setze, wie Professor Eckart Besch, Vorsitzender der Brahms-Gesellschaft, das Wirken der 1961 in Sydney geboren Young würdigte – ebenso wie das des Orchesters selbst, das seit 150 Jahren das Werk von Johannes Brahms aufführt und „dabei interpretatorische Maßstäbe setzt“.
 
Die Philharmoniker Hamburg
Die Geschichte des Orchesters beginnt am 9. November 1828 mit der Gründung der Philharmonischen Gesellschaft, ein „Verein zur Aufführung von Winterkonzerten“ in Hamburg. Unter Leitung von Friedrich Wilhelm Grund wird die Gesellschaft im 19. Jahrhundert zu einem Treffpunkt bedeutender Künstler wie Clara Schumann, Franz Liszt, Hans von Bülow und Johannes Brahms. Am 24. März 1859 spielt Brahms unter der Mitwirkung von Joseph Joachim und Julius Stockhausen sein 1. Klavierkonzert op. 15 in einem Philharmonischen Konzert in Hamburg.
 
Nach vielen berühmten Vorgängern wie Karl Muck, Joseph Keilbert, Eugen Jochum und zuletzt Ingo Metzmacher, ist seit August 2005 Simone Young Hamburgische Generalmusikdirektorin des Philharmonischen Staatsorchester Hamburg und Intendantin der Staatsoper Hamburg.
 

 
Links: Simone Young mit den Protagonisten der Brahms-Gesellschaft Elisabeth Piening und Prof. Eckart Besch
Rechts: Sahen sich bestens unterhalten: Schleswig-Holsteins Minuisterpräsident Peter Harry Carstensen und Hamburgs Kultursenatorin Prof. Dr. Karin von Welck

Lesen Sie auch den Bericht über die Brahmspreis-Verleihung in der Dithmarscher Landeszeitung von Elko Laubeck (pdf)
und die Laudatio von Ministerpräsident Peter Harry Carstensen.
 
Simone Young greift in der Nachfolge der großen Dirigenten des Orchesters die Tradition des Brahms`schen Erbes auf, und sie setzt dazu in großer Kompetenz und mit musikalischer Autorität auch als Pianistin ihre eigene Akzente.
Siehe auch das Interview von Andreas Guballa mit Simone Young (pdf).

 
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